Graphic Recording, die KI und der Perfektionismus

Optimierte Sketchnote Graphic Recording zu KI und Graphic Recording
Graphic Recording – digital erstellt aus der Sketchnote und dem Input aus der KI-Transkription

Ein Austausch unter Graphic Recorder*innen und zeichnenden Berater*innen darüber, ob und wie die Künstliche Intelligenz beim Graphic Recording unterstützen kann, welche Anteile sie bereits übernimmt oder in Zukunft übernehmen wird und was das mit uns Visualisierenden macht.

Ich habe mich daran erinnert, dass ich vor etwa 10 Jahren mit dem Zeichnen von Sketchnotes angefangen habe um für mich persönlich das Wesentliche aus Vorträgen, Präsentationen und anderen Situationen festzuhalten. Damals habe ich nicht geahnt, dass heute soviel mehr Content in der Welt sein würde und dass sich Gespräche wie das unsere über den Einfluss der künstlichen Intelligenz auf unser Arbeitsfeld so einfach via KI-Transkription festhalten lassen.

Graphic Recording und KI, Sketchnote auf Papier
Sketchnote, entstanden während der Session

Egal ob die geprompteten wichtigsten Aussagen aus der Transkription oder das KI-generierte Bild daraus – das Ergebnis ist definitiv brauchbar.

Zurück zum Sketchnoten. Meiner Auffassung nach schult das wiederkehrende Erstellen von visuellen Notizen neben dem aktiven Zuhören vor Allem eine Fähigkeit. Und zwar schnell zu Entscheiden und mit der getroffenen Entscheidung anschließend umzugehen. Wahrscheinlich auch ein wunderbares Training in Improvisation.

Als ich viel zu lange an der digitalen Überarbeitung meiner Sketchnote saß, um diese mit den Inhalten der KI-Transkription zu ergänzen, wurde nicht nur meine innere Kritikerin ganz schön laut, mir wurde auch bewusst wie wichtig Design Constraints für meine Arbeit sind.

Beim Graphic Recording ist die Zeit eine wichtige Einschränkung. Das Graphic Recording ist mit dem Ende der Veranstaltung fertig gestellt. Das bedeutet auch, dass das Graphic Recording live erstellt wird, während die Veranstaltung läuft.

Sicherlich ist auch die Schnelligkeit meiner Verarbeitung des Inhalts, also wie schnell ich die Inhalte auf das Graphic Recording bringe, eine wichtige Einschränkung. Und klar kann hier beispielsweise eine KI-Transkription helfen, wenn die Technik mal nicht so gut funktioniert oder ich eine vortragende Person einfach nicht verstehe.

Sicher sind andere Graphic Recorder*innen schneller als ich, dennoch zeichne ich (zumindest bisher) für Menschen, die Inhalte auch nur in einer gewissen Geschwindigkeit verarbeiten können. Gerade bei längeren Veranstaltungen können sich Teilnehmende so den Zwischenstand ansehen und damit interagieren.

Du planst ein Event und möchtest, dass das Wesentliche sichtbar bleibt? Lass‘ uns darüber reden, wie du das mit Graphic Recording erreichen kannst.